Bis ans andere Ende der Welt - Australien

Als Kind war ich ganz vernarrt in australische Fernseherserien gewesen. Eine gefiel mir hierbei besonders gut und gehört auch noch heute zu meinen liebsten Kindersendungen – „H2O-Plötzlich Meerjungfrau“. Sie handelt über drei Mädchen, die sich bei Berührung mit Wasser in Meerjungfrauen verwandeln. Ich denke, dass meine Begeisterung für australische Serien auch der Grund gewesen ist, weshalb ich schon mit sechs Jahren gesagt habe, dass ich irgendwann mal nach Australien reisen möchte. Damals hätte ich es niemals für möglich gehalten, doch im Februar 2024 war es tatsächlich soweit! Der Koffer war gepackt, die Aufregung groß – denn schon sehr bald würde meine Reise ans andere Ende der Welt beginnen!

Während es in Deutschland noch Nacht ist, geht in Australien bereits die Sonne auf.

Nervös stieg ich in das Flugzeug ein. Monatelang hatte ich mich auf diese Reise gefreut und konnte es kaum glauben, dass es nun tatsächlich losging. Insgesamt würde ich siebenundzwanzig Stunden unterwegs sein und zwei Mal umsteigen müssen. Doch der lange Flug bereitete mir keine Angst. Vielmehr hatte ich zuvor Bedenken gehabt, da ich mir nicht sicher gewesen war, ob mein Koffer an den jeweiligen Flughäfen automatisch weitergeleitet werden würde oder nicht. Denn wenn dies nicht der Fall wäre, würde ich in eine ziemliche zeitliche Bedrängnis kommen. Zum Glück stellte sich relativ schnell heraus, dass meine Sorgen unbegründet waren. Da ich einen zusammenhängenden Flug gebucht hatte, musste ich meinen Koffer sowohl in Kopenhagen, als auch in Doha nicht abholen. Das beruhigte mich ungemein und trug des Weiteren dazu bei, dass ich einen insgesamt wirklich sehr entspannten Flug hatte. Die meiste Zeit im Flieger verbrachte ich damit zu schlafen (zumindest versuchte ich es), Filme zu schauen, Podcast zu hören oder auf der Karte des Monitors zu gucken, über welchem Land sich das Flugzeug gerade befand. Alles in allem ging die Zeit relativ schnell rum und irgendwann ertönte die Ansage, dass wir schon bald unseren Landeanflug nach Brisbane antreten würden.

Ohne Worte.

Ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern, als ich den Flughafen in Brisbane verlassen habe. Alles schien so ruhig und friedlich. Die Luft war warm und roch süß – irgendwie nach Pfannkuchen. Das Zwitschern von diversen Vögeln war zu hören, aber es waren andere Töne, als die, die die Vögel in Deutschland von sich gaben. Für mich hörte es sich jedenfalls so an, als würde man sich mitten im Dschungel befinden. Von weitem konnte man Palmen sehen, die sich, während die Sonne allmählich unterging, vor dem strahlend blauen Horizont langsam hin und her wiegten. Obwohl ich den Flughafen noch nicht einmal verlassen hatte, überkam mich ein Gefühl der Wärme, welches ich bis heute kaum beschreiben kann. Auf jeden Fall wusste ich sofort, dass ich genau richtig in diesem Land war. Vermutlich könnte ich an dieser Stelle noch zwei weitere Seiten darüber schreiben, wie fasziniert ich von allem war und dass ich nicht glauben konnte, nun wirklich in Australien zu sein. Aber diesen Teil überspringe ich jetzt einfach mal und komme stattdessen direkt zu meinem ersten Ziel – Surfers Paradise!

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