Magische Momente in Schottland
Weite bergige Landschaften erstreckten sich unter uns, als wir aus dem Fenster des Flugzeugs sahen. Gespannt darauf, was wir alles sehen und erleben würden, konnten wir es kaum erwarten, den Landeanflug nach Edinburgh anzutreten. Als begeisterte „Potterheads“ stand Schottland schon immer weit oben auf unserer Reiseliste und nun war es endlich so weit! Schon sehr bald würden wir die zwischenzeitliche Heimat J.K. Rowlings mit eigenen Augen sehen und den magischen Spuren Harry Potters quer durch das Land folgen können. Eine zauberhafte Zeit erwartete uns!
Die Unterkunft, in der Jolina und ich in den nächsten Tagen schlafen würden, befand sich knapp eine Stunde Fußmarsch von der Innenstadt Edinburghs entfernt. Doch der Weg fühlte sich bei weitem nicht so lang an, was vermutlich mit dem vielfältigen Szenario zusammenhing, das sich uns während des Laufens ergab.
Zunächst liefen wir durch eine grün bewachsene Unterführung hindurch, auf der keine Autos fuhren. Stattdessen traf man hier rund um die Uhr auf sportlich motivierte Radfahrer, Jogger und Spaziergänger, die allesamt stets freundlich grüßten und die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings gänzlich ausnutzten. Natürlich ließ auch ich, als ambitionierte Joggerin, meine morgendlichen Laufrunden nicht ausfallen und fühlte mich daher bald schon fast selbst wie ein Local. 😉
Als nächstes liefen wir über eine Fußgängerbrücke, von der man eine tolle Sicht auf die Straßen Edinburghs hatte, schlenderten an eine ruhige typisch brittische Häusersiedlung vorbei, bis wir schlussendlich die ersten Gebäude der Innenstadt erblickten.
Zauberhafte Orte in Edinburghs Innenstadt
Ein geheimnisvolles Gefühl der Wärme überkam uns, als wir durch die eng verschlungenen Straßen und Gassen Edinburghs liefen. Staunend sahen wir uns um. Überall befanden sich alte Gebäude, hohe Mauern, sowie faszinierende Wahrzeichen, die allesamt ihre eigene Geschichte zu erzählen schienen. Hoch oben auf einem Berg, konnte man zudem die Burg „Edinburgh Castle“ sehen, welche wachsam über die Stadt empor ragte. Wo auch immer man hinschaute – die Magie schien in jedem Winkel zu schlummern. Kein Wunder also, dass J.K. Rowling einen Großteil ihrer Inspiration der „Harry Potter“ – Romane in Schottlands Hauptstadt gesammelt hat.
In der Victoria Street, eine steile Straße aus Kopfsteinpflaster, tummeln sich viele bunte und skurrile Läden an. Es wird vermutet, dass sie als Vorbild für die Winkelgasse galt.
In den Geschäften gab es allerlei magische Requisiten, wie Zauberschach, alte Spitzhüte, Besen und kleine Holzfiguren zu kaufen. Leider hatten Jolina und ich keine Galleonen dabei, weshalb wir letztendlich wieder mit leeren Taschen auf die Straße traten. Dafür hat sich die Victoria Street als perfekte Fotolocation für uns bewiesen.
Auf der Suche nach dem Grabstein von Tom Riddle, begaben Jolina und ich uns zudem auch noch auf eine Schnitzeljagd. Angekommen auf dem Friedhof, stellten wir schnell fest, dass wir nicht die einzigen waren, die nach dem besagten Namen Ausschau hielten. Eine Schulklasse hatte den gleichen Auftrag von ihrem Lehrer erhalten. Fest entschlossen, das Grab (welches als Inspiration des Namens vom dunklen Zauberer diente) vor den Kindern zu finden, suchten wir strukturiert den gesamten Friedhof ab. Es war nicht so leicht wie gedacht, doch wir haben es tatsächlich geschafft. Ein Foto haben wir allerdings nicht gemacht, da wir den Namen des Verstorbenen in Ehren halten wollten.
Atemberaubend schön - Die schottischen Highlands
Ein besonderes Highlight unserer Reise war definitiv die Tour durch die Highlands. Ich musste die ganze Zeit daran denken, dass sich, in J.K. Rowlings Welt, zwischen all den Bergen irgendwo die Zaubererschule Hogwarts befand. Das magische Schloss konnten wir leider nicht entdecken, dafür aber ein paar andere geheimnisvolle Orte …

Der verbotene Wald
In diesem Waldstück fanden die Filmaufnahmen zum „Verbotenen Wald“ von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ statt. Zentauren und Einhörner begegneten uns nicht, aber ich hätte schwören können, aus der Ferne Hufgeklapper gehört zu haben …

Der Schwarze See
Kaum zu glauben, aber wahr – der „Schwarze See“ von Hogwarts. Ich habe mir Colin Creevey als Vorbild genommen und diesen Moment mit der Kamera festgehalten.


Der Hogwarts-Express
Aufgeregt standen wir auf dem Glennfinnan-Viadukt und haben schier geradeaus auf die Bahnschienen gestarrt. Und dann, untypischerweise mit etwas Verspätung, fuhr er an uns vorbei – der Hogwarts-Express.
Dankbar für die schönen Momente und Eindrücke, welche uns das Land geschenkt hat, packten wir am letzten Tag unsere Koffer. Auf Wiedersehen Schottland – du zauberhaftes Land!



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