Hermanus

Bald schon ging es für uns weiter nach Hermanus. Vorher haben wir jedoch einen kleinen Abstecher nach Wilderness gemacht, wo wir uns zuvor fürs Paraglidern angemeldet hatten.

Ehrlich gesagt hatte ich mir die „Flugstunde“ ein wenig spektakulärer vorgestellt. Das soll jetzt nicht undankbar klingen – die Aussicht war wirklich schön und es hat auch echt Spaß gemacht. Aber mir fehlte einfach der Adrenalinkick. Trotzdem bin ich sehr dankbar dafür, dieses Erlebnis gemacht zu haben und in meinen Erinnerungen speichern zu können.

Ein bisschen über Wilderness abhängen 😀

Marinas Überschrift zu ihrem Beitrag vom Heiligen Abend lautet „Holy Shit“ und ich finde, das trifft es ziemlich gut! Der 24. Dezember war definitiv mit Abstand der merkwürdigste Tag unserer Reise.

Alles begann damit, dass Marina am Morgen vergaß, ihre Zähne zu putzen …

An diesem Tag waren wir definitiv keine Yellow Bubble …

Eigentlich hatten wir uns bereits einen richtig schönen Plan für unser erstes Heiligabend in der Sonne überlegt. Morgens wollten wir die Stadt erkunden, nachmittags shoppen gehen und abends den Sonnenuntergang am Strand beobachten. Aber wie so oft, kamen wieder hundert andere Sachen dazwischen.

In Hermanus führen an den Stränden überall Wege entlang.

Wie gesagt, startete es damit, dass Marina auf dem Weg in die Stadt einfiel, dass sie vergessen hatte, ihre Zähne zu putzen. Daraufhin fühlte sie sich schlecht und ich konnte es nachvollziehen, weil ich mich an ihrer Stelle genauso schlecht fühlen würde. Egal – wir lenkten uns einfach mit guter Musik ab (die Backstreet Boys liefen bei uns in Dauerschleife) und kurze Zeit später war das Thema vergessen. Marina, die zuvor schon mal in Hermanus gewesen war, wollte mir ein paar coole Strandspots zeigen. Nur irgendwie kippte die Stimmung eine Weile später wieder, da Marina plötzlich starke Bauchschmerzen und ich zeitgleich Kopfschmerzen bekam. Trotzdem schauten wir uns noch ein paar Strände an, beschlossen dann aber relativ schnell, wieder zur Unterkunft zu fahren und eine Pause zu machen.

Wie durch ein Wunder, ging es uns beiden zwei Stunden später schon deutlich besser! Gut gelaunt, packten wir erneut unsere Sachen und wollten die Unterkunft verlassen, um zurück in die Stadt zu fahren.

Für den folgenden Teil, ist es wichtig zu wissen, dass unsere Unterkunft ein Anbau zum Haupthaus war und daher keine normale Haustür besaß. Wir hatten lediglich eine abschließbare Terrassentür, die aus einem Gitter (welches man einfach zuziehen konnte) sowie der bereits erwähnten gewöhnlichen Terrassentür (für die wir einen Schlüssel benötigten) bestand. Da es sehr warm war, ließen wir die Haupttür meistens offen und zogen einzig das Gitter ran. Genauso war es auch gewesen, als wir beschlossen hatten, eine Pause in der Unterkunft zu machen.

Da ich als erstes fertig war, wollte ich also schon mal (durch die Tür) nach draußen gehen, um meinen Rucksack ins Auto zu packen. Ich nahm den Autoschlüssel, ging auf das Gitter der Terrassentür zu und stieß es an, um es zu öffnen. Aber – es öffnete sich nicht! Irritiert runzelte ich die Stirn und versuchte es erneut. Doch das Gitter blieb verschlossen! Im ersten Moment dachte ich mir nichts dabei, sondern vermutete lediglich, dass es wahrscheinlich wieder einer dieser merkwürdigen Momente von mir war, in denen meine Gehirnzellen einen spontanen Aussetzer hatten (Kennst du das auch oder bin ich einfach komisch, haha? :D). Für ein paar Sekunden starrte ich ein paar Löcher in die Luft, bevor ich es dann noch einmal probierte. Doch wieder ließ sich die Tür nicht öffnen. Nun begann ich wirklich an meinem Verstand zu zweifeln. Grübelnd schaute ich das Gitter an, wobei mir zwei kleine Schrauben oben und unten auffielen. Vielleicht würde es etwas bringen, daran zu drehen, dachte ich mir und tat kurz darauf genau das. Doch egal wie oft und in welche Richtung ich die Schrauben drehte, das Gitter blieb verschlossen. Jetzt wusste ich wirklich nicht mehr weiter und ich rief Marina zur Hilfe. Diese war ohnehin gerade fertig und kam im selben Moment ins Wohnzimmer gelaufen. Als ich ihr dann erzählte, dass ich scheinbar zu unfähig war, die Tür zu öffnen, schüttelte sie nur lachend mit dem Kopf. Währenddessen ging sie selbstbewusst auf das Gitter zu, vermutlich in der vollen Überzeugung, dass sie es problemlos aufstoßen würde. Doch ihr Lachen verrutschte ein wenig, als sie nur wenige Augenblicke später feststellte, dass sich die Tür auch von ihr nicht öffnen ließ. Genau wie ich zuvor auch, begann Marina nun an dem Gitter zu rütteln und an den Schrauben zu drehen. Doch egal was wir auch taten – es ließ sich einfach nicht öffnen. Während Marina allmählich unruhig wurde, malte ich mir in meinem Kopf schon aus, wie wir notgedrungen ein Fenster einschlagen und hinausklettern mussten, um das Haus zu verlassen. Öffnen konnte man die Fenster nämlich nicht, da diese aus Sicherheitsgründen verriegelt waren. 

„Okay, das ist jetzt echt nicht mehr lustig“, sagte Marina irgendwann. „Was machen wir jetzt?“

„Wir könnten Bridgitte schreiben“, schlug ich vor und lachte im selben Moment auf. „Die hält uns auch für bescheuert, wenn ich ihr schreibe, dass sie kommen und uns helfen muss, weil wir die Tür nicht aufbekommen.“

Bridgitte war die Haushälterin, die tagsüber im Haupthaus wohnte und sich (für die Zeit, in der die eigentliche Besitzerin verreist war) um unser Wohlergehen kümmerte.

„Ich schätze uns bleibt nichts anderes übrig“, entgegnete Marina schulterzuckend.

Also schrieb ich Bridgitte eine Nachricht. Ein paar Minuten später erschien sie auch schon vor der Tür und wollte wissen, wo das Problem war. Wir fühlten uns wie zwei Gefangene, als wir ihr durch die Gitterstäbe hindurch, verzweifelt und aufgebracht unsere Situation schilderten. Währenddessen musterte sie uns mit ruhigem Blick. Was dann geschah, kann ich mir bis heute nicht erklären. Bridgitte sagte kein Wort. Stattdessen hob sie ihre Hand und drückte – mit ihrem kleinen Finger (!!!) – ganz sanft gegen das Gitter. Und – als wäre nie etwas gewesen – öffnete es sich. Für einen kurzen Moment starrten Marina und ich die Haushälterin verblüfft an. Dann begannen wir zeitgleich hysterisch zu erklären, dass wir sie nicht verarschen wollten und baten sie sogar zu uns ins Haus, damit sie es auch noch mal von innen testen konnte. Schweigend tat sie, worum wir sie baten und – wie sollte es auch anders sein – natürlich öffnete sich die Tür auch dieses Mal, als Bridgitte ihr einen sanften Stoß verpasste. Nun waren Marina und ich völlig am Ende mit den Nerven. Bridgitte ging lachend davon. Ganz ehrlich, ich glaube die Frau ist eine Hexe.

Nachdem wir diesen Schock verdaut hatten und sich die Tür wieder problemlos auf und zu machen ließ, verließen wir die Unterkunft endlich und hatten noch einen schönen Nachmittag in der Stadt. Doch was wir zu dem Zeitpunkt nicht wussten, war, dass dies noch nicht das Ende der Reihe mysteriöser Geschehnisse sein sollte …

Die Innenstadt in Hermanus ist nicht besonders groß, aber sehr hübsch.

Am späten Nachmittag kehrten wir zur Unterkunft zurück. Wir aßen eine Kleinigkeit, zogen uns um und machten uns dann wieder – pünktlich zum Sonnenuntergang – auf dem Weg zum Strand. Da der Strand, welchen wir uns zuvor ausgesucht hatten, ein wenig weiter weg war, nutzten wir das Auto. Wir waren es bereits gewohnt, dass das Auto, sobald wir die sehr steile Auffahrt hinauffuhren, an einem gewissen Punkt bei der spitzen Bordsteinkannte, den Boden berührte und daraufhin ein merkwürdiges Geräusch von sich gab. Es klang jedes Mal nicht gut, aber noch nicht so schlimm, als dass man sich Sorgen machen müsse.

Hier sieht man die Bordsteinkante.

Dieses Mal jedoch, war es anders. Plötzlich ertönte ein ohrenbetäubender Knall, kurz darauf ein Knartschen. So als ob jemand, zwei große Ziegelsteine erst gegeneinanderschlagen und anschließend über den Boden scheuern würde. Marina und ich starrten uns mit erschrockenem Blick an. Dann sprang ich aus dem Auto, um nachzusehen, was geschehen war. Ich warf einen Blick unter das Auto. Komischerweise konnte ich, bis auf ein paar leichte Kratzer (von denen ich aber nicht wusste, ob sie bereits vorher dagewesen waren) nichts erkennen. Marina startete den Motor erneut und fuhr langsam vor. Das Auto fuhr ganz normal. Trotzdem hatte uns das Geräusch zu denken gegeben. Natürlich war uns bewusst, dass dies auf Dauer nicht gut war. Dennoch hatten wir keine Idee, wie wir die Bordsteinkante anders überqueren sollten. Wir hatten bereits zahlreiche Methoden probiert, doch das Geräusch ertönte jedes Mal. Da uns nichts Besseres einfiel, riefen wir meinen Papa an, um ihn um Rat zu fragen. Der gab uns dann den allesentscheidenden und extrem hilfreichen Tipp, der unser Problem sofort in Luft auflöste!!! Papas Ratschlag lautete wie folgt: „Tja, müsst ihr halt vorsichtiger fahren.“

Das war uns zu blöd und so beschlossen wir, einfach weiter zum Strand zu fahren. So lange das Auto noch fuhr, würde schon alles in Ordnung sein!

Am Strand sahen wir dann den wunderschönsten Sonnenuntergang unserer gesamten Reise. Und obwohl es ziemlich kalt war, wagten wir uns später auch – gackernd wie zwei Hühner – ins Meer. Genau das sind die Momente, die für immer in Erinnerung bleiben! <3

Sonnenuntergang am Strand.

Heiligabend 2024

Und wie sollte es auch anders sein, endete der Heiligabend natürlich nicht mit einem Happy End. Auf dem Rückweg ereignete sich uns ein weiterer Moment, den wir ebenfalls nie vergessen werden.

Der krönende Abschluss unseres Heiligen Abends in Südafrika, wurde sehr schön von Marina beschrieben.

 

Auszug aus Marinas Tagebuch des Beitrags vom 24.12.2024 mit dem Titel „Holy Shit“:

 

Holy Shit

(…) Wir warten noch bis zum letzten Moment, wo die Sonne ganz verschwindet und dann fahren wir zurück. Damit die Leggings nicht nass wird, habe ich alles einfach so gelassen und bin in Unterhose gefahren. Während der Fahrt dachte ich noch: „Cooles Bild, wenn du jetzt angehalten wirst!“

Zwei Minuten später kam eine Polizeikontrolle. Wir werden mit der Taschenlampe angeleuchtet und rausgezogen. Schon in dem Moment lache ich so sehr. Freudestrahlend öffne ich den Beamten das Fenster. Er ist etwas verwirrt.

„Are the ladys okay?“, fragt er.

Ich erkläre ihm kurzerhand, dass wir einen tollen Abend am Strand hatten und im Wasser waren, weshalb wir nur Unterhosen tragen. Aber er braucht ja nur den Führerschein! Na sichi, uno momento! Ne warte … Portemonnaie habe ich … hab ich den Rucksack mitgenommen? Systemerror!

„I think I have it in the back of the car“, sage ich.

„Then you need to get out“, antwortet der Polizist.

Grinsend und die Tränen unterdrückend, laufe ich in nasser Unterhose und voller Sand den Walk of Shame zum Kofferraum, nur um zu merken, dass mein Führerschein dort natürlich nicht ist!

„Okay, no problem! I just please you to come to the side. I will ask you a few questions. You can stay in the car!“

Alles klar, wir fahren auf den Parkplatz. Er füllt ein Formular aus und ich spreche zu mir selbst, mich endlich zu beruhigen und nicht mehr so zu quieken, sonst macht er auch gleich noch einen Drogentest bei mir. Er kommt mit einem Strafzettel auf mich zu. Ich soll 500 Rand Strafe zahlen. Auf dem Zettel steht eine Nummer, da sagen die mir wo ich das bezahlen kann. Er fragt, wann wir fliegen. Ich sage, übermorgen.

„Oh, das ist doof“, sagt er. „Die Hotline hat wegen der Feiertage geschlossen.“

Ah ja, super. Und jetzt soll ich das wann noch bezahlen? Echt schlau. Er sagt, ich kann das auch überweisen. Na klar, mach ich! 😉 Merry Christmas!    

 

Kleine Quizfrage – am Anfang das Beitrags hatte ich geschrieben, dass du dir eine Sache merken solltest, da diese später noch einmal wichtig wird. Weißt du noch, was es war? Richtig! Zehn Punkte für Gryffindor (oder Ravenclaw, Slytherin, Hufflepuff)! 😀 Es war die Tatsache, dass wir den Mietwagen auf meinen Namen gebucht hatten.

Da sich der Polizist nur unsere Vornamen und das Autokennzeichen, jedoch keine Adressen oder Telefonnummern aufgeschrieben hatte, dachten wir, dass er ohnehin nichts machen konnte, wenn wir das Strafgeld einfach nicht bezahlen würden. Tja, falsch gedacht! Knapp vier Wochen nachdem wir wieder in Deutschland waren, kam die Rechnung. Logischerweise konnten sie durch das Autokennzeichen herausfinden, auf wessen Name das Auto gebucht wurden war. Und da ich beim Autoverleih meine Kreditkartennummer hatte angeben müssen, wurde mir das Strafgeld einfach von meinem Konto abgebucht. Na ja, wieder was draus gelernt! 😉

Kurz nach Weihnachten endete unsere Reise in Südafrika. Wieder zurück in Kapstadt, wollten wir den letzten Tag noch einmal richtig genießen und zu unseren Lieblingsplätzen der Stadt fahren (mal abgesehen von dem Lions Head, bei dem es nicht zu empfehlen ist, ihn abends zu besteigen). Wir hatten eine sehr moderne und dennoch preiswerte Unterkunft, mit Blick auf die gesamte Stadt gebucht. Marina und ich freuten uns sehr darüber, wollten uns aber nicht zu lange in dem Apartment aufhalten, da es schon bald wieder dunkel werden würde. Also kauften wir schnell ein paar Lebensmittel ein, verstauten sie in den Schränken und wollten uns dann auf den Weg in die Stadt machen – eigentlich. Nun, dummerweise war unsere Reihe mysteriöser Geschehnisse immer noch nicht am Ende angelangt …

Zurück nach Kapstadt.

Wie gesagt hatten Marina und ich unsere Einkäufe ausgepackt und steckten quasi schon mit einem Fuß im Schuh, als uns plötzlich auffiel, dass sich vor dem Kühlschrank Wasserpfützen bildeten. Mit einer leisen Vorahnung öffnete ich daraufhin den Kühlschrank und stellte mit einem nüchternen Blick fest, dass dieser ausgeschaltet war und begonnen hatte zu schmelzen. Marina kam hinzu und checkte den Herd und den Ofen. Schnell kamen wir zu dem Entschluss, dass es an dem Schalter lag, den man umlegen musste, um den Strom zu aktivieren. Da die Abdeckung dieses Schalters allerdings kaputt war, konnten wir ihn nicht drücken. Während Marina an dem Schalter rumwerkelte, wischte ich den Boden mit Handtüchern trocken und kontaktierte derweil die Eigentümerin der Unterkunft. Diese versicherte, sie würde in fünf Minuten da sein. Im ersten Moment waren wir erleichtert. Allerdings hatten wir vergessen, dass fünf Minuten in Südafrika eine komplett andere Zeitangabe als in Deutschland war. Kurz gesagt, nach mehrfachen Anrufen und dem Austausch von Sprachnachrichten, klopfte sie über eine Stunde später endlich an unserer Tür. Ein wenig unangenehm war es uns trotzdem, als wir ihr erklärten, dass wir das Problem in der Zwischenzeit bereits selbst gelöst hatten. Tatsächlich hatten wir es letztendlich doch irgendwie geschafft, den Schalter zu betätigen, sodass der Strom in der Küchenzeile nun funktionierte. Unsere Gastgeberin gab uns noch ein paar frische Handtücher. Dann verabschiedete sie sich und ging wieder.

Da es mittlerweile schon spät geworden war und die Sonne bald untergehen würde, beschlossen wir, nun doch nicht mehr in die Stadt zu gehen und uns stattdessen einen entspannten Abend in dem Apartment zu machen. Ich setzte mich mit meinem Buch nach draußen auf den Balkon, um noch ein paar Seiten zu lesen. Ich hatte mich gerade zurückgelehnt und es mir auf dem Stuhl bequem gemacht, als ich plötzlich Marina hörte, die mich von drinnen rief.

„Oh nein“, dachte ich mir, während ich das Buch zuschlug und aufsprang, um nachzusehen was geschehen war.

Ausblick vom Balkon.

Drinnen fand ich eine völlig entnervte Marina vor, die mich mit ernstem Blick ansah und im matten Tonfall sagte: „Es tropft.“

Dann zeigte sie stumm auf die Klimaanlage, die (warum auch immer) direkt über dem Fernseher angebaut war. Im ersten Moment runzelte ich verwirrt die Stirn, dann jedoch sah ich, was Marina meinte. Aus der Anlage tropfte und lief unentwegt Wasser hinaus – direkt auf den Fernseher, sowie die sich dahinter befindenden Mehrfachsteckdosen, Kabel und den W-LAN Router. Kurz gesagt, alles was sich an Elektrizität in diesem Apartment befand, war gerade dabei zu ertrinken.

Alles nass.

Panisch begannen Marina und ich nun alle Kabel aus den Steckdosen zu ziehen, sowie so gut es ging alles trocken zu wischen. Das Problem war nur, dass das Wasser aus der Klimaanlage immer weiterlief, sodass die Handtücher bereits nach kurzer Zeit triefnass waren. Erneut kontaktierten wir die Gastgeberin der Unterkunft. Dieses Mal würde sie in zehn Minuten da sein, versicherte sie uns.

 Eine halbe Stunde später (sehr schnell für afrikanische Verhältnisse) traf sie dann tatsächlich ein. Wirklich helfen konnte sie uns allerdings auch nicht, außer dass sie für den nächsten Tag einen Elektriker bestellte. Wieder einmal lösten Marina und ich das Problem also selber, indem wir die Klimaanlage komplett abschalteten. So tropfte immerhin kein Wasser mehr hinaus. Trotzdem beschlossen wir, den Fernseher mit neuen Handtüchern abzudecken und (bis auf den WLAN-Router) keines der Kabel mehr in die Steckdosen einzustecken. Als Entschuldigung schenkte uns die Besitzerin des Apartments übrigens eine Flasche sehr teuren Wein.

Nach alldem, saßen Marina und ich abends auf dem Balkon und mussten an ein Sprichwort denken, welches Opa Hans uns beigebracht hatte. Die Afrikaner benutzten es, wenn mal wieder alles schieflief: „Another day of hell in Africa!“

Südafrika – du wunderschönes Land!

Und das war`s. Das war unsere Reise durch Südafrika. Es war eine unglaublich schöne, lustige, lehrreiche, emotionale und vor allem aber glückliche Zeit! Eines Tages werde ich wiederkommen, da bin ich mir ganz sicher. <3

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